| Kundig begleitet |
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| vom
pädagogisch versierten, technisch und gestalterisch kompetenten
TüLab Team. |
| Menschen |
| Ueli Lüthi ist nach dem Initiator als zweiter zur TüLab-Idee gestossen, hat somit die ganze bisherige Entwicklung mit allen Höhenflügen und Tiefschlägen miterlebt (und -verursacht). Ueli wurde 1966 als zweites Kind in eine in Grösse und Komplexität wachsende Lehrerfamilie geboren und verbrachte seine ersten Jahre in den Hügeln des Napfgebietes wo noch jeder Bauernhof sein eigenes „Tüftellabor“ hatte, was das Fehlen von Kindergärten und anderen Segnungen der Zivilisation sicher kompensieren konnte. Der berufliche Werdegang führte nach der obligatorischen Schulzeit von Innenarchitektur (nach der Flucht vor dem Computer) über verschiedene handwerkliche Anstellungen (Schreiner, Zimmermann, Kinderhort-Mitarbeiter – alles ohne offizielle Ausbildung) zum Werkseminar und nach ein paar Jahren als Werklehrer zum TüLab. Parallel zum aufbau der Werkstatt unterrichtete er anfangs im Universikum, dem Förderprogramm für Hochbegabte Schülerinnen und Schüler der Stadt Zürich. In seiner Freizeit ist Ueli, entsprechende Wetterverhältnisse vorausgesetzt, oft in der Natur (beim Segeln, Delta- und Gleitschirmfliegen, auf einer Skitour oder sonst irgendwie in den Bergen) anzutreffen. Magali (1976) freut sich an der Vielfalt im TüLab: Material, Ideen, Leute, Wege, Lösungen. Selber gestaltet sie kleine Objekte aus verschieden Materialien. Eigentlich tut sie auch gerne mal nichts, dazu kommt sie mit ihrer sechsköpfigen Familie jedoch selten. Aufgewachsen ist sie in Luzern. Sie besuchte das Gymnasium und in der Freizeit eine Werkstatt für Kinder und Jugendliche (an der Schule war das Werken den Knaben vorbehalten). Für die Samstage erfand sie Programme für eine Bienli-Gruppe (kleine Pfadi-Mädchen). Nach der Matura, zum Handwerk hingezogen, erlernt sie Damenschneiderin und arbeitet einige Jahre als Kostümbildnerin für freie Theater. Dem Anfertigen der Kleider geht eine lange Phase der Recherche voraus. Durch Auswahl von Farbe, Form und Marerial der Kleider sollen Charakteren und Stimmung des Stückes und die Vision der Regie getroffen werden. Im Tüftellabor kommt Magali langsam auf den Geschmack von Bubenträumen sprich Flugzeuge, Motoren, elektronische Schaltungen... nicht mehr missen möchte sie die gelernten Knoten. Anja Kleidt, Baujahr 1967, Berlin, hinein geboren in die Pionierzeit von Kinderläden, Gripstheater, Rappelkiste, rote Gütze, Sendung mit der Maus, das feuerrote Spielmobil und Sesamstrasse. Ihr Kindergruppenleiter war Elektroingenieur wie Martin und ein pädagogisches Naturtalent wie Ueli. Ihr Vater und Bruder sind Tüftler durch und durch, der Kontakt verlief immer über etwas zusammen zu bauen, zu erfinden und herauszufinden. So kam sie sehr früh zum Kontakt mit „zu gefährlich“ und lernte sich selbst zu vertrauen, was sie kann und was nicht. Zwar galt ihr Interesse doch mehr dem Glitzerkram und den Farben, als purer Funktion, doch es entstanden immer wieder diverse Gegenstände und Kleider. Mit 15 Jahren zog sie in die Schweiz, da war für lange Zeit die Fotografie und das eigene Fotolabor ihr einziges Getüftel und später die Umstände wie sie wohnte (in baufälligen Häusern). Mit 21 Jahren arbeitete sie im Kinderhort Apfelbaum und hat einen Bastelraum eingerichtet, wo die Kinder ihre eigene Kreativität entfalten konnten. Dann begann sie mit der Kunstausbildung, zuerst in Basel und dann an der F + F in Zürich, parallel dazu unterrichtete sie angehende Erzieherinnen in Malen und Werken und arbeitete die Jahre hindurch bis 30 an verschiedenen Kunstprojekten mit zwei Künstlergruppen. Nun zog sie in die Welt mit ihrem selbst umgebauten Pferdetransporter. Zwischendurch lebte sie vom Flohmi machen und Freelancen in Dekowerkstätten. 2005 sollte alles anders werden, zunächst arbeitete sie im Museum für Gestaltung und dann begann sie die Ausbildung am IAC als Gestaltungspädagogin und Erwachsenenbildnerin. Bis sie eines Tages von einer Freundin gefragt wurde, ob sie nicht einen neuen Job suchen würde..so landete sie 2008 hier im Tülab, wo sich alles aus ihrem bisherigen Leben vereint. Als dritte im TüLab-Starter-Team entwarf Marion (1967) als erstes das TüLab-Logo und half, den damaligen TüLab-Verein zu gründen. Als sichtbar wurde, dass das Team überfordert war damit, Struktur ins Labor und den Papierkrieg zu bringen, wechselte sie – Taten statt Worte – ins TüLab-Büro und machte uns da den Rücken frei – 6 lange Jahre. Buchhaltung? Ja nu, dann lernte sie das halt mal schnell - autodidaktisch-perfekt. Als „gebrannte“ Primar- und Werklehrerin liess sie sich zwar nicht ins Werkstatt-Geschehen reinziehen, konnte aber mit diesem Hintergrund sehr dem Charakter des Betriebs angepasste Ordnungen einrichten und ihr Sinn für Form und Farbe sieht man jedem Brief, jedem Formular, jeder Fotoauswahl an. Im 2008 schliesslich lockte sie ihre Lust auf Neues weg vom TüLab – mit neuem Mut, sich wieder als Primarlehrerin zu betätigen. Sie bildete sich intensiv weiter, u.a. in Pädagogik und gewaltfreier Kommunikation, aber auch in der Lderverarbeitung u.a.m. Ihr leiser Hang zum „ganz eigenen“ Laden . Hat zwei Kinder geboren: Unter „vegifit.ch“ vertrieb sie selbsthergestellte vegane Brotauftriche, mit „kwärbeet.ch“ schuff sie eine eigenwillige Kombination eines (Kunst-)Hand-Werk- Verkaufs mit angegliedertem Atelier und Kursangebot. Es locken sie viele Materialien beim eigenen Gestalten, Schwergewicht sind jedoch die textilen Techniken, Holz, Recycling-Materialien, skulpturales Pappmaché. Marion liebt die Berge, den Garten, unkonventionelle Gedanken. Ihren Bewegungsdrang und ihre Unrast steckt sie ins Badmington und andere Sportarten. Angelockt durch einen Büro-Notfalleinsatz, haben wir sie wieder hier: Immer noch fasziniert vom Ort und dessen BaLüt, wagt sie es erneut, mit an TüLab-Strick zu ziehen. Trotz (oder wegen?) der heftigen Umbruch-Phase im TüLab sieht sie neue Chancen, sich gegenseitig zu beflügeln, das gemeinsame Projekt ins Zentrum zu stellen. Walter Seiler junior (Emmen*1970) wollte erst Bauer werden wie seine Vorfahren. Dann merkte er, dass er so früh aufstehen musste, und die tägliche Arbeit auf dem Hof ihn stark in Anspruch nahm. Somit blieb zu wenig Zeit, um in Papas Werkstatt etwas zu basteln: einen neuen Anhänger für den Trettraktor, eine Holzscheune oder einfach nur draussen zu beobachten, was mit den sorgfältig platzierten Schrauben auf dem Bahngeleise passierte. Primarlehrerseminar (abgebrochen). Mauererlehre (abgeschlossen). Studium der bildenden Kunst an der HGKL. Danach gründete er eine eigene Werkstatt. In dieser entstanden immer ausgefeiltere Maschinen, Roboter und Objekte als Auftragsarbeiten für Museen, Ausstellungen und Künstler. Bei flauer Auftragslage brütete er mit grosser Begeisterung über eigenen Projekten. Später mutierten die Roboter - zurück zur Einfachheit - zu einem Marionettentheater, das dann doch nicht ganz ohne mechanische Animationen auskam. Um sein Hirn vor dem drohenden Abrauchen abzukühlen, geht Walti gerne in die Berge ein bisschen klettern oder wandern. Florian
Borsinger, kurz Flobo ist ein fast-Ex-Tüftli, ehemaliger
TüLab-Praktikant und heute mit Begeisterung ein BaLüt. |